Top Strategien für Google Ads Shopping-Kampagnen

Mit der zunehmenden Automatisierung und dem Performance-Max-Format gibt es verschiedene Möglichkeiten, Shopping-Kampagnen in Google Ads zu verwalten. In manchen Fällen ist PMax die beste Wahl, in anderen eignet sich das klassische Standard-Shopping-Format besser. In diesem Artikel stellen wir grundlegende Strategien vor – je nach Zustand des Kontos, des Produkt-Feeds oder Ihres Geschäftsmodells.

Google Ads Shopping Strategie
Google Ads Shopping Strategie

Ausgangssituation

Ein SEA-Spezialist übernimmt ein E-Commerce-Konto mit bestehenden Kampagnen, die seit einigen Monaten laufen und mehrere hundert Euro pro Monat investieren. Im Konto ist nur eine Performance Max-Kampagne aktiv.

Das Ziel: Die Kampagnenstruktur optimieren, um den Umsatz zu steigern und den Return on Investment (ROI) zu verbessern.

Nach einer Analyse zeigt sich, dass die PMax-Kampagne nur einen Teil des Budgets in Shopping-Anzeigen investiert – der Rest fließt in weniger effektive Content-Anzeigen oder in Suchanzeigen mit Marken-Keywords, die kaum neue Kunden bringen. Zudem generieren nur wenige Produkte den Großteil der Einnahmen.

Nächste Schritte: Die Kampagnenstruktur überdenken und herausfinden, ob PMax in dieser Situation die beste Wahl ist.

 

Wichtige Faktoren für die Strategieauswahl

Bevor wir eine Strategie auswählen, sollten wir folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Datenlage – Wie lange ist das Konto aktiv? Gibt es genug Daten für Automatisierung?
  • Produktfeed – Ist der Feed groß genug? Können wir Produkte nach Leistung segmentieren?
  • Budget – Gibt es genügend Spielraum für Testphasen?
  • Zielsetzung – Geht es um Umsatzsteigerung, Markenaufbau oder Kundengewinnung?
  • Markenbekanntheit – Wie stark ist die Marke? Soll der Fokus auf Neukunden liegen?
  • Verfügbare Werbemittel – Gibt es hochwertige Bilder und Videos für PMax?
  • Saisonalität – Ist es eine Hoch- oder Nebensaison für die Produkte?

Die richtige Kampagnenstrategie ist kein Entweder-Oder zwischen Performance Max und Standard Shopping – es geht darum, die Stärken beider Formate gezielt zu nutzen.

Vojtěch Vacek

Sechs Strategien für Google Shopping-Kampagnen

1. Eine einzelne PMax-Kampagne

  • Geeignet für kleinere Budgets (mind. 10 – 20 €/​Tag).
  • Sinnvoll bei wenigen Produkten, wenn eine Segmentierung nicht erforderlich ist.
  • Vorausgesetzt, der Feed enthält genug Produkte für eine datenbasierte Optimierung.

2. PMax für Top-Produkte + PMax für Rest

  • Empfehlenswert für größere Budgets und umfangreiche Produktkataloge.
  • Effektiv, wenn wenige Produkte (ca. 20 %) den Großteil des Umsatzes generieren (80/20-Regel).
  • Daten aus Google Analytics helfen, die leistungsstärksten Produkte gezielt zu bewerben.

Verwende unterschiedliche ROAS-Ziele für die beiden Kampagnen.

3. PMax + Standard Shopping „Zombie“-Kampagne

  • Sinnvoll bei kleineren Produktfeeds, jedoch mit ausreichend Budget.
  • PMax übernimmt den Hauptteil der Performance, während die Shopping-Kampagnen schwächere Produkte mit manuellen Geboten reaktivieren.

4. Labelizer Script – Automatische Produkt-Kategorisierung

  • Ideal für sehr große Produktfeeds.
  • Automatische Segmentierung nach ROAS und Performance.
  • Skripte oder Tools sorgen für eine tägliche Feed-Optimierung.

5. Segmentierung nach Verfügbarkeit

  • Empfehlenswert für Produkte mit unterschiedlicher Lagerverfügbarkeit (z. B. Möbel mit längeren Lieferzeiten).
  • Aufteilung in „Sofort verfügbar“ und „Auf Bestellung“, um gezielter zu werben.

6. Kampagnen nach Marge strukturieren

  • Effektiv, wenn die Rentabilität pro Produkt stark variiert.
  • Fokus auf margenstarke Produkte, um den ROI zu maximieren.

Sicherheitsnetz: Catch-All Shopping-Kampagne

Wenn automatisierte Tools fehlschlagen oder Produkte aus PMax herausfallen, hilft eine „Catch-All“-Shopping-Kampagne mit minimalem Budget als Notfalllösung.

  • Funktion: Fängt Produkte auf, die sonst nicht ausgespielt werden.
  • Setup: Niedrige CPCs & Budgets, um Hauptkampagnen nicht zu stören.
  • Vorteil: Alarmiert bei Problemen durch plötzliche Traffic-Spitzen.

Fazit

Die Wahl der richtigen Shopping-Strategie hängt von vielen Faktoren ab. Die hier vorgestellten Ansätze bieten Inspiration, sollten aber individuell angepasst werden.

Empfehlung: Verschiedene Strategien testen und iterativ optimieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Testen Sie verschiedene Strategien und analysieren Sie regelmäßig die Performance Ihrer Kampagnen. Automatisierung kann viel Arbeit abnehmen, doch ohne eine durchdachte Struktur und manuelle Optimierung wird Potenzial verschenkt. Behalten Sie stets Ihre wichtigsten KPIs im Blick und passen Sie Ihre Strategie flexibel an Marktveränderungen an.

Wir optimieren Ihre Kampagnen!

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SEA 05. 03. 2025