Die wichtigsten Fragen beantwortet
Was sind Text-Richtlinien in AI Max und wozu brauche ich sie?
Text-Richtlinien sind das einzige direkte Steuerungsinstrument für die KI-gestützte Textgenerierung in AI Max. Sie bestehen aus zwei Typen: Begriffsausschlüsse, die exakte Wörter oder Phrasen aus generierten Assets verbannen, und Einschränkungen für Werbetexte, mit denen du der KI freie Instruktionen gibst – etwa zum Tonfall, zu ausgeschlossenen Produktkategorien oder zu rechtlichen Anforderungen. Ohne diese Einstellungen greift Google auf alle verfügbaren Inhalte deiner Website zurück. Für Marken mit Compliance-Anforderungen oder strikten Botschaftsvorgaben sind Text-Richtlinien keine optionale Ergänzung, sondern Grundvoraussetzung.
Wie viele Begriffsausschlüsse und Einschränkungen kann ich in AI Max hinterlegen?
Pro Kampagne kannst du bis zu 25 Begriffsausschlüsse setzen, jeweils mit maximal 30 Zeichen. Für Einschränkungen für Werbetexte stehen dir bis zu 40 Einträge zur Verfügung, jeder mit bis zu 300 Zeichen. Beide Felder befinden sich auf Kampagnenebene im AI-Max-Einstellungsbereich. Die Einschränkungen unterstützen aktuell ausschließlich den Typ RESTRICTION_BASED_EXCLUSION – das bedeutet: du kannst der KI sagen, was sie nicht tun soll, nicht was sie positiv produzieren soll.
Was passiert mit meinen angepinnten Headlines, wenn ich AI Max aktiviere?
Wenn du sowohl Textanpassung als auch die Erweiterung der finalen URL aktivierst, ignoriert Google angepinnte Headlines in responsiven Suchanzeigen. Die technische Einschränkung ist bekannt und von Google dokumentiert. Willst du bestimmte Kernaussagen garantiert ausliefern, musst du die URL-Erweiterung deaktivieren. Damit verlierst du allerdings die automatische Zielseiten-Optimierung – ein Trade-off, den du bewusst treffen solltest, nicht unbewusst hinnehmen.
Wie viele Conversions braucht eine Kampagne, damit AI Max sinnvoll funktioniert?
Als Richtwert gilt ein Minimum von etwa 30 Conversions pro Monat, damit der Algorithmus stabil optimieren kann. Darunter fehlt dem Modell die Datenbasis, und die Ergebnisse schwanken stark oder tendieren zu Fehloptimierungen. Wer noch nicht dieses Volumen erreicht, sollte zunächst Conversion-Tracking sauber aufsetzen, die bestehenden Kampagnen stabilisieren und erst dann mit AI Max testen. Ein Ziel-CPA oder Ziel-ROAS als Gebotsstrategie ist empfehlenswert. Manuelle CPCs schränken die KI-Leistung unnötig ein.
Kann ich AI Max testen, ohne meine bestehenden Suchkampagnen zu gefährden?
Ja, der empfohlene Ansatz ist, AI Max als A/B-Test aufzusetzen. Erstelle zwei Kampagnen: eine klassische Suchkampagne als Kontrollgruppe und eine Kampagne mit AI Max aktiviert. So kann direkt verglichen werden, welche zusätzlichen Suchanfragen und Conversions AI Max generiert, ohne dass bestehende Keywords in der Originalkampagne beeinträchtigt werden. Nur mit diesem parallelen Benchmark lässt sich nach vier Wochen zuverlässig erkennen, ob AI Max tatsächlich Mehrwert liefert oder nur bestehende Conversions verschiebt.
Wann sollte ich AI Max besser nicht aktivieren?
Abwarten ist sinnvoll, wenn das monatliche Conversion-Volumen unter 30 liegt, die Landingpages schwache Conversion Rates haben oder das Conversion-Tracking nicht vollständig implementiert ist. Gleiches gilt für Konten mit stark regulierten Botschaftsanforderungen, bei denen angepinnte Headlines zwingend sind, oder für B2B-Unternehmen mit sehr kleiner, präziser Zielgruppe und hohem Ziel-CPA. In diesen Fällen überwiegt das Risiko von Streuverlusten den möglichen Reichweitengewinn, bis die Voraussetzungen stimmen.