Was AI Max für Shopping-Kampagnen konkret macht und was das mit dem Suchverhalten zu tun hat
AI Max für Shopping ist keine neue Kampagnenart. Es ist ein Paket aus KI-Funktionen, das du in bestehende Shopping-Kampagnen aktivierst, ähnlich wie beim Search-Pendant, das seit Mai 2025 ausgerollt wird. Die Basis bleibt der Merchant-Center-Feed. Was sich ändert: Wie dieser Feed interpretiert und in welchem Kontext die Anzeigen ausgespielt werden.

Quelle: Google Inc.
Der entscheidende Hebel ist die Erweiterung auf Natural-Language-Suchanfragen. Nutzer suchen zunehmend nicht mehr nach „Laufschuhe Herren 42 Nike”, sondern nach „gute Schuhe für langen Arbeitstag auf hartem Untergrund”. Klassische Shopping-Kampagnen erreichen diese Anfragen kaum, weil die Matching-Logik zu eng war. AI Max soll genau diese Discovery-Phase im Kaufprozess abdecken, indem die KI die Produkte aus dem Feed semantisch einordnet und mit konversationellen Suchanfragen verknüpft.
Dazu kommt Final URL Expansion (FUE): Die KI wählt automatisch die Landing Page aus, die für eine konkrete Suchanfrage am relevantesten erscheint. Das klingt sinnvoll, weil es bei langen, individuellen Queries schlicht unmöglich ist, jede Seite manuell zuzuordnen. Google formuliert es direkt: „It’s become impossible to manually choose the right page for every query.” Aber es bedeutet eben auch, dass du die Kontrolle über den Traffic-Flow an einen Algorithmus abgibst, dessen Entscheidungslogik du nur begrenzt einsehen kannst.
Warum ist es wichtig, sich frühzeitig über AI Max für PLA zu informieren?
Nicht wegen des Hypes, sondern weil sich die Customer Journey sich über die Produktseite hinaus entwickelt und sich von einem produktorientierten Ansatz hin zu einem absichtsorientierten Ansatz verlagert. Für Werbetreibende heißt das: weg von Keywords und manueller Landingpage-Steuerung, hin zu intentionsbasierter Ausspielung auf Basis von Produktfeed-Daten und KI-Entscheidungen.