Third Party Cookies
Cookies, die nicht von der besuchten Website stammen, sondern von eingebundenen Drittanbietern.
Definition
Ein Cookie ist ein kleiner Speichereintrag im Browser. Entscheidend ist, wer ihn setzt. Ein First-Party-Cookie stammt von der Domain, die man gerade besucht. Ein Third-Party-Cookie stammt von einer fremden Domain, die auf der Seite eingebunden ist.
Genau daran hing jahrelang die Werbemessung. Weil dasselbe Netzwerk auf vielen Websites eingebunden war, ließ sich dieselbe Person über verschiedene Seiten hinweg wiedererkennen.
Safari und Firefox blockieren solche Cookies seit Jahren standardmäßig. Chrome hat den vollständigen Wegfall mehrfach verschoben und setzt inzwischen auf eine Steuerung durch die Nutzer, statt sie pauschal abzuschaffen. Der Trend ist trotzdem eindeutig: Sie werden unzuverlässiger.
Als Antwort darauf gewinnen andere Wege an Bedeutung: eigene Kundendaten, First-Party-Cookies über Server-Side Tracking und modellierte Auswertung ohne Personenbezug wie Marketing Mix Modeling.
Warum das für dich zählt
Was wegfällt, ist vor allem die Wiedererkennung über fremde Websites hinweg. Betroffen sind klassisches Retargeting, Zielgruppenlisten aus Drittdaten und die seitenübergreifende Zuordnung von Abschlüssen.
Was bleibt, ist deine eigene Domain. Messung auf der eigenen Website funktioniert weiter, weil sie First-Party ist. Der Verlust trifft die Verbindung zwischen fremden Seiten, nicht das eigene Haus.
Praktisch heißt das: Kontaktdaten deiner Kunden werden wertvoller, Zielgruppen aus Datenmärkten weniger wert. Wer eine gepflegte Kundenliste hat, ist im Vorteil.
Wichtig bleibt: Auch First-Party-Daten und gehashte Kundendaten sind personenbezogen. Der Wegfall von Third-Party-Cookies ist keine Befreiung vom Datenschutz.
Wie wir damit arbeiten
Wir bauen Messung auf First-Party-Grundlage auf, über eigene Cookies unter deiner Domain und serverseitige Meldung an die Plattformen, siehe Conversion API.
Zielgruppen entstehen aus deinen eigenen Daten statt aus zugekauften Segmenten, siehe Lookalike Audience und Customer Data Platform.
Und wir bewerten Kanäle zunehmend über Methoden, die keine Wiedererkennung brauchen, siehe Incrementality. Dass die Datenlage schlechter wird, sagen wir offen, statt Zahlen zu liefern, die vollständiger aussehen, als sie sind.
Häufige Fragen
Sind Third-Party-Cookies schon abgeschafft?
In Safari und Firefox seit Jahren blockiert. In Chrome nicht vollständig, dort wurde der Wegfall mehrfach verschoben. Verlassen sollte man sich auf sie trotzdem nicht mehr.
Was ist der Unterschied zu First-Party-Cookies?
First-Party stammt von der besuchten Domain, Third-Party von einer eingebundenen fremden Domain. Nur die zweite Sorte ermöglicht Wiedererkennung über Websites hinweg.
Funktioniert Retargeting noch?
Eingeschränkt. Listen aus browserbasierten Cookies schrumpfen, Listen aus eigenen Kundendaten und serverseitige Messung bleiben tragfähig.
Brauche ich für First-Party-Cookies eine Einwilligung?
Für technisch notwendige nicht. Für Analyse und Werbung ja, unabhängig davon, wer den Cookie setzt. Der Zweck entscheidet, nicht die Herkunft.
Was sollte ich jetzt tun?
Eigene Kundendaten sauber erfassen und pflegen, Messung auf First-Party-Basis umstellen und für die Kanalbewertung Methoden aufbauen, die ohne Wiedererkennung auskommen.
Sind Third-Party-Cookies schon abgeschafft?
In Safari und Firefox seit Jahren blockiert. In Chrome nicht vollständig, dort wurde der Wegfall mehrfach verschoben. Verlassen sollte man sich auf sie trotzdem nicht mehr.
Was ist der Unterschied zu First-Party-Cookies?
First-Party stammt von der besuchten Domain, Third-Party von einer eingebundenen fremden Domain. Nur die zweite Sorte ermöglicht Wiedererkennung über Websites hinweg.
Funktioniert Retargeting noch?
Eingeschränkt. Listen aus browserbasierten Cookies schrumpfen, Listen aus eigenen Kundendaten und serverseitige Messung bleiben tragfähig.
Brauche ich für First-Party-Cookies eine Einwilligung?
Für technisch notwendige nicht. Für Analyse und Werbung ja, unabhängig davon, wer den Cookie setzt. Der Zweck entscheidet, nicht die Herkunft.
Was sollte ich jetzt tun?
Eigene Kundendaten sauber erfassen und pflegen, Messung auf First-Party-Basis umstellen und für die Kanalbewertung Methoden aufbauen, die ohne Wiedererkennung auskommen.