Conversion API

Eine Schnittstelle, über die dein Server Ereignisse direkt an eine Werbeplattform meldet, statt sie im Browser einzusammeln.

Definition

Eine Conversion API überträgt Ereignisse von deinem Server direkt an eine Werbeplattform. Der klassische Weg läuft über ein Skript im Browser des Besuchers, dieser hier über eine Verbindung zwischen zwei Servern.

Bei Meta heißt das Conversions API, kurz CAPI. Google nutzt für denselben Zweck Enhanced Conversions und die Import-Schnittstellen der Ads API. Das Prinzip ist überall gleich: Die Meldung geht dort raus, wo der Kauf tatsächlich verbucht wird, nicht dort, wo ein Skript geladen werden müsste.

Beide Wege laufen meist parallel. Damit dieselbe Bestellung nicht doppelt gezählt wird, bekommt jedes Ereignis eine Event-ID. Kommen Browser-Meldung und Server-Meldung mit derselben ID an, behält die Plattform eine von beiden. Das nennt sich Deduplizierung, und ohne sie sehen deine Kampagnen auf dem Papier doppelt so gut aus.

Zur Zuordnung werden Kundenmerkmale mitgeschickt, etwa E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, vorher gehasht. Der Hash macht die Daten nicht anonym, er verhindert nur den Klartext auf dem Transportweg.

Warum das für dich zählt

Die Messung im Browser bröckelt seit Jahren. Safari kürzt Cookie-Laufzeiten, Adblocker greifen Skripte ab, und ein Teil der Besucher lehnt ohnehin ab. Was bei der Plattform nicht ankommt, existiert für deren Gebotssteuerung nicht.

Genau daran hängt Geld. Die Automatik lernt aus gemeldeten Abschlüssen. Fehlt ein Drittel davon, optimiert sie auf einem verzerrten Bild und verteilt dein Budget entsprechend falsch.

Die Kehrseite gehört dazu: Über eine Conversion API fließen mehr Daten und teils personenbezogene Merkmale an einen Dritten. Das braucht eine Rechtsgrundlage, eine Nennung in der Datenschutzerklärung und eine Einwilligung, die diesen Fall abdeckt. Technisch machbar heißt hier nicht automatisch zulässig.

Wie wir damit arbeiten

Wir bauen Conversion APIs über einen eigenen Server, damit du kontrollierst, welche Felder eine Plattform überhaupt zu sehen bekommt. Der Weg dahin steht unter Server-Side Tracking.

Vor dem Livegang prüfen wir die Deduplizierung, weil das der Fehler ist, der am häufigsten unentdeckt bleibt. Ein Setup, das die Conversions verdoppelt, sieht in jedem Report großartig aus. Aufgesetzt wird das zusammen mit Meta Pixel und dem Google Tag Manager.

Was übertragen wird, klären wir vorher schriftlich, statt es nachträglich zu erklären. Unsere Kunden sitzen in Deutschland, und die Einwilligung muss zum Datenfluss passen, siehe Consent Mode v2.

Häufige Fragen

01

Ersetzt die Conversion API das Pixel im Browser?

In der Regel nicht. Beide zusammen liefern das vollständigste Bild, weil der Browser Signale kennt, die der Server nicht hat, und umgekehrt. Voraussetzung ist eine funktionierende Deduplizierung.

02

Was ist Deduplizierung?

Das Erkennen, dass Browser und Server dasselbe Ereignis gemeldet haben. Beide schicken dieselbe Event-ID mit, die Plattform behält eine Meldung. Ohne das zählst du jede Conversion zweimal.

03

Welche Daten werden übertragen?

Ereignisname, Zeitpunkt, Wert und Zuordnungsmerkmale wie gehashte E‑Mail-Adresse, Telefonnummer oder Klick-Kennung. Was genau mitgeht, entscheidest du in der Konfiguration.

04

Ist das mit der DSGVO vereinbar?

Nur mit passender Einwilligung und Nennung in der Datenschutzerklärung. Hashing macht die Daten nicht anonym. Wer den Server dazwischen selbst betreibt, kann wenigstens steuern, welche Felder überhaupt rausgehen.

05

Was bringt es messbar?

Je nach Setup meldet die Plattform zwischen zehn und dreißig Prozent mehr Abschlüsse. Entscheidend ist nicht die höhere Zahl im Bericht, sondern dass die Gebotssteuerung mit vollständigeren Daten arbeitet.