Customer Data Platform
Ein System, das Kundendaten aus mehreren Quellen zu einem Profil pro Person zusammenführt. Kurz CDP.
Definition
Eine Customer Data Platform sammelt Daten aus Shop, CRM, Newsletter, App und Website und führt sie zu einem Profil je Person zusammen. Danach stellt sie diese Profile anderen Systemen bereit, etwa Werbeplattformen oder dem Newsletter-Versand.
Der Unterschied zu benachbarten Systemen ist wichtig. Ein CRM ist auf die Arbeit des Vertriebs ausgelegt und kennt vor allem, was Menschen erfasst haben. Ein Data Warehouse speichert alles, ist aber auf Auswertung ausgelegt, nicht auf Ausspielung. Eine CDP ist auf beides zugleich ausgelegt: zusammenführen und wieder herausgeben.
Kern der Sache ist die Identitätsauflösung: das Erkennen, dass der Kauf im Shop, die Öffnung des Newsletters und der Besuch über die App zur selben Person gehören. Das gelingt sauber nur über stabile Merkmale wie eine Kundennummer oder eine E-Mail-Adresse.
Warum das für dich zählt
Der Nutzen steht und fällt mit dem, was danach passiert. Eine CDP ist ein Verteiler, kein Selbstzweck. Wer keine konkreten Anwendungsfälle hat, kauft ein teures System und hat danach dieselben Daten wie vorher, nur an einem anderen Ort.
Sinnvoll wird sie dort, wo Daten aus mehreren Systemen zusammen erst einen Wert ergeben. Kunden mit hohem Deckungsbeitrag aus der Werbung ausschließen, weil sie ohnehin kommen. Warenkorbabbrecher gezielt ansprechen, aber nur wenn sie nicht am selben Tag bestellt haben.
Und sie ist ein Datenschutzthema erster Ordnung. Eine CDP führt genau das zusammen, was die DSGVO im Blick hat. Zweckbindung, Löschfristen und Rechtsgrundlage gehören vor die Einführung, nicht danach.
Wie wir damit arbeiten
Wir fangen mit dem Anwendungsfall an und nicht mit der Software. Oft zeigt sich, dass zwei bis drei Fälle schon mit dem vorhandenen Shop- und Newsletter-System lösbar sind. Dann ist eine CDP verfrüht.
Wo sie sich lohnt, gehört die Datenqualität zuerst geklärt. Ohne verlässliche Kennungen führt die Zusammenführung zu Profilen, die mehrere Personen vermischen, siehe Third Party Cookies und Server-Side Tracking.
Wir sagen dir dabei auch, wenn sich die Investition rechnerisch nicht trägt. Kosten und Aufwand nennen wir vorher, nicht in der zweiten Projektphase. Wie die Auswertung darauf aufsetzt, steht unter Google Analytics und AI und Automations.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CDP und CRM?
Das CRM unterstützt die Arbeit mit Kunden, vor allem im Vertrieb, und lebt von manuellen Einträgen. Die CDP führt automatisch erfasste Verhaltensdaten aus vielen Quellen zusammen und gibt sie an andere Systeme weiter.
Brauche ich eine CDP?
Erst wenn mehrere Systeme dieselben Kunden kennen und du die Daten aktiv ausspielen willst. Bei einem Shop mit angebundenem Newsletter reicht meist das vorhandene Setup.
Was kostet so etwas?
Die Bandbreite ist groß, von wenigen hundert Euro im Monat bis zu sechsstelligen Jahreslizenzen. Der größere Posten ist meist die Anbindung der Quellsysteme, nicht die Lizenz.
Ist eine CDP mit der DSGVO vereinbar?
Nur mit klarer Rechtsgrundlage, Zweckbindung und Löschkonzept. Das Zusammenführen von Daten aus mehreren Quellen ist genau der Fall, den die Aufsichtsbehörden genau ansehen.
Was ist Identitätsauflösung?
Das Erkennen, dass verschiedene Ereignisse zur selben Person gehören. Über stabile Merkmale wie Kundennummer oder E‑Mail funktioniert das zuverlässig, über Cookies immer schlechter.
Was ist der Unterschied zwischen CDP und CRM?
Das CRM unterstützt die Arbeit mit Kunden, vor allem im Vertrieb, und lebt von manuellen Einträgen. Die CDP führt automatisch erfasste Verhaltensdaten aus vielen Quellen zusammen und gibt sie an andere Systeme weiter.
Brauche ich eine CDP?
Erst wenn mehrere Systeme dieselben Kunden kennen und du die Daten aktiv ausspielen willst. Bei einem Shop mit angebundenem Newsletter reicht meist das vorhandene Setup.
Was kostet so etwas?
Die Bandbreite ist groß, von wenigen hundert Euro im Monat bis zu sechsstelligen Jahreslizenzen. Der größere Posten ist meist die Anbindung der Quellsysteme, nicht die Lizenz.
Ist eine CDP mit der DSGVO vereinbar?
Nur mit klarer Rechtsgrundlage, Zweckbindung und Löschkonzept. Das Zusammenführen von Daten aus mehreren Quellen ist genau der Fall, den die Aufsichtsbehörden genau ansehen.
Was ist Identitätsauflösung?
Das Erkennen, dass verschiedene Ereignisse zur selben Person gehören. Über stabile Merkmale wie Kundennummer oder E‑Mail funktioniert das zuverlässig, über Cookies immer schlechter.