Meta Business Manager einrichten und Zugriff geben

Was der Meta Business Manager ist, wie du ihn ohne Stolperfallen aufsetzt und wie du einer Agentur Zugriff gibst, ohne Passwörter zu teilen.

Wenn du Hilfe beim Setup benötigst: Unsere ExpertInnen helfen dir.

Was der Meta Business Manager ist

Der Meta Business Manager ist die Verwaltungsebene für alles, was dein Unternehmen bei Meta besitzt: Werbekonten, Facebook-Seiten, Instagram-Profile, das Meta Pixel, Produktkataloge und WhatsApp-Konten. Meta nennt ihn inzwischen Business-Portfolio, im Sprachgebrauch hält sich der alte Name.

Zwei Dinge macht er, die sonst nirgends gehen. Er trennt Firmenbesitz von Privatprofil, sodass Werbekonten nicht an einer Einzelperson hängen. Und er vergibt Rechte pro Element, sodass eine Praktikantin Beiträge planen kann, ohne an Budgets zu kommen.

Der Zugang ist kostenlos. Du zahlst nur dein Werbebudget.

Business Manager, Business Suite und Werbeanzeigenmanager

Die drei Oberflächen sehen ähnlich aus und werden ständig verwechselt. Rechte vergibst du nur in einer davon.

Oberfläche Wofür sie da ist Wer sie braucht
Business-Portfolio, früher Business Manager Besitz und Rechte: Werbekonten, Seiten, Pixel, Kataloge, Nutzer, Partner jedes Unternehmen, das Werbung schaltet oder mit einer Agentur arbeitet
Meta Business Suite Tagesgeschäft: Beiträge planen, Nachrichten beantworten, einfache Auswertungen Social-Media-Redaktion
Werbeanzeigenmanager Kampagnen, Budgets, Zielgruppen, Reporting alle, die Kampagnen steuern

Wenn du in der Business Suite bist und die Einstellungen nicht findest: links unten auf „Alle Tools“, dann „Unternehmenseinstellungen“. Dort liegt alles, was auf dieser Seite beschrieben ist.

Was du vor der Einrichtung brauchst

Die Einrichtung dauert wenige Minuten, wenn diese Dinge bereitliegen. Fehlen sie, bricht der Vorgang mittendrin ab, und unvollständige Portfolios fallen Meta bei späteren Prüfungen auf.

  • Ein persönliches Facebook-Profil. Meta verlangt es zur Anmeldung. Es bleibt von deiner Unternehmensseite getrennt und ist für Besucher nicht sichtbar.
  • Deine Facebook-Unternehmensseite und, falls vorhanden, das Instagram-Profil im professionellen Modus.
  • Eine E-Mail-Adresse auf deiner Firmendomain. Freemail-Adressen führen häufiger zu Prüfungen.
  • Rechtsform, Anschrift und Website genau so, wie sie im Impressum und im Handelsregister stehen. Abweichungen sind der häufigste Grund, warum die spätere Verifizierung scheitert.
  • Eine Zahlungsmethode für das Werbekonto. Möglich sind Kreditkarte, PayPal und SEPA-Lastschrift.

Business Manager anlegen

Falls noch keiner existiert: Geh auf business.facebook.com und klick auf „Konto erstellen“. Meld dich an oder registrier dich, trag den Namen deines Unternehmens und weitere Angaben ein und durchlauf den Einrichtungs-Assistenten.

Nimm als Namen den Firmennamen, nicht den einer Kampagne oder Marke. Der Name ist für Partner sichtbar und lässt sich später nur eingeschränkt ändern.

Facebook Business Manager: neues Konto erstellen

Facebook Business Manager: Anmeldung oder Registrierung eines neuen Kontos

Facebook Business Manager: Unternehmensname und weitere Angaben eintragen

Werbekonto und Assets hinzufügen

Navigiere zu den Unternehmenseinstellungen und füg dort dein Werbekonto, deine Facebook-Seite und weitere Elemente wie Meta Pixel, Produktkatalog und Instagram-Profil hinzu. Ergänze unter „Unternehmensinfos“ die nötigen Angaben und richte unter „Abrechnung und Zahlungen“ deine Zahlungsmethode ein.

Meta Business Suite

Meta-Business-Settings

Zeitzone und Währung sind endgültig

Beides lässt sich nach dem Anlegen eines Werbekontos nicht mehr ändern. Ein falscher Wert bedeutet ein neues Konto und damit den Verlust der Kampagnenhistorie, auf der die Auslieferung aufbaut. Für deutsche Unternehmen sind es in aller Regel Europe/Berlin und EUR.

Das Werbekonto gehört in dein Portfolio

Lass es nie von einer Agentur in deren Portfolio anlegen, auch nicht von uns. Sonst gehört das Konto formal der Agentur, und beim Wechsel verlierst du Historie, Zielgruppen und oft auch den Zugriff auf das Pixel. Richtig ist: Das Konto liegt bei dir, die Agentur bekommt Partnerzugriff darauf.

Zahlung und Rechnungen

Meta bucht bei den meisten Konten nach Zahlungsschwelle ab, nicht monatlich. Die Schwelle steigt mit der Zahlungshistorie, anfangs liegt sie niedrig, und entsprechend häufig kommen Abbuchungen. Rechnungen findest du unter „Abrechnung“, dort lassen sich auch Umsatzsteuer-ID und abweichende Rechnungsanschrift hinterlegen. Eine fehlende USt-ID kostet dich den Vorsteuerabzug.

Rollen und Berechtigungen verstehen

Meta trennt zwei Ebenen, die im Alltag oft vermischt werden.

Personen sind Menschen in deinem Unternehmen. Sie bekommen entweder vollen Zugriff auf das Portfolio oder Zugriff auf einzelne Elemente. Ein Portfolio-Admin kann alles, auch Partner entfernen und Konten schließen.

Partner sind andere Unternehmen, also zum Beispiel eine Agentur. Ein Partner erhält Rechte auf einzelne Elemente, nie automatisch auf das gesamte Portfolio.

Systemnutzer sind technische Zugänge für Schnittstellen, etwa für die Conversion API oder ein Feed-Tool. Sie hängen an keiner Person und überleben deshalb einen Personalwechsel.

Leg mindestens zwei Personen mit vollständiger Kontrolle an. Fällt der einzige Admin aus, urlaubsbedingt oder weil er das Unternehmen verlässt, kommt niemand mehr an Konto, Budgets und Rechte. Meta stellt Zugriffe in solchen Fällen nur selten wieder her, und der Weg dorthin dauert Wochen.

Die häufigsten Gründe für Sperren

Gesperrte Werbekonten sind selten Willkür. Fast immer steckt eines dieser Muster dahinter.

  • Ein frisches Profil legt sofort ein Werbekonto an und startet mit hohem Budget. Meta liest das als Wegwerf-Konto.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung fehlt. Sie ist für Admins Pflicht und schützt zugleich vor der häufigsten Übernahme, dem gekaperten Privatprofil.
  • Die Zahlungsmethode läuft auf eine andere Firma als das Portfolio.
  • Landingpage und beworbenes Produkt passen nicht zusammen, etwa nach einem Relaunch mit alten Anzeigen.
  • Nach einer Ablehnung wird schnell ein zweites Konto angelegt. Das verschärft die Sperre in der Regel, statt sie zu umgehen.

Prüf den Stand regelmäßig im Bereich Kontoqualität. Dort stehen Ablehnungen und Einschränkungen samt Einspruchsmöglichkeit, lange bevor eine Kampagne stillsteht.

Unternehmensverifizierung

Für Conversion API, Produktkataloge, höhere Ausgaben und Sonderkategorien verlangt Meta eine Verifizierung des Unternehmens. Nötig sind ein Handelsregisterauszug oder ein vergleichbares Dokument sowie ein Nachweis mit Firmenanschrift, etwa eine Rechnung eines Versorgers. Die Prüfung dauert meist wenige Werktage.

Der häufigste Ablehnungsgrund ist banal: Der Name im Portfolio weicht von der Firmierung im Dokument ab, oder die Anschrift ist veraltet. Gleich uns die Angaben vorher ab, dann läuft es im ersten Anlauf.

Einer Agentur Zugriff geben

Partnerzugriff ist der einzige saubere Weg. Du gibst kein Passwort weiter, überträgst kein Eigentum, und jede Person auf Agenturseite arbeitet mit dem eigenen, zweifach abgesicherten Konto.

Geh in den Unternehmenseinstellungen unter Nutzer > Partner auf „Partner hinzufügen“ und trage unsere Partner-ID 375255322646087 ein. Wähle für jedes benötigte Element (Unternehmensseite, Werbekonto, Katalog, Apps, Pixel, Instagram-Profil etc.) die Option Volle Kontrolle und speichere die Änderungen ab. Damit erhalten wir eine Einladung zur Zusammenarbeit.

Meta-Partner-zufügen

Meta-Business-PartnerID

Meta-Assign-assets

Welche Elemente du freigibst, hängt davon ab, was betreut werden soll:

Element Wann nötig Wofür
Werbekonto immer Kampagnen, Budgets, Gebote, Reporting
Facebook-Seite immer Anzeigen laufen im Namen der Seite
Instagram-Profil immer Platzierungen auf Instagram
Meta Pixel und Datensatz immer Conversion-Messung, Retargeting, Lookalike Audiences
Produktkatalog bei E-Commerce Advantage+ Shopping und dynamische Anzeigen
WhatsApp-Konto auf Wunsch Klick-zu-WhatsApp-Kampagnen

Teilrechte klingen vorsichtiger, führen aber dazu, dass jede Budgetänderung und jede Pixel-Korrektur über dich läuft. Volle Kontrolle gilt immer nur für die Elemente, die du freigibst, nie für dein Portfolio.

Zugriff wieder entziehen

Unternehmenseinstellungen, dann Nutzer > Partner, Agentur auswählen, „Entfernen“. Der Zugriff endet sofort. Kampagnen, Daten, Zielgruppen und Pixel bleiben unverändert bei dir, weil sie nie bei der Agentur lagen. Denselben Weg nutzt du für ausgeschiedene Mitarbeiter, dort unter „Personen“.

Wie wir damit arbeiten

Nach der Freigabe prüfen wir zuerst das Fundament: ob Pixel-Ereignisse vollständig und entdoppelt ankommen, ob die Conversion API läuft, ob die Domain verifiziert ist und ob im Katalog Preise und Verfügbarkeiten stimmen. Erst danach reden wir über Kampagnen, weil jede Optimierung auf diesen Signalen aufsetzt.

Daten, die über Pixel oder Conversion API verarbeitet werden, sind personenbezogene Daten. Die Verarbeitung regeln wir im Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO, bevor die Arbeit beginnt.

Was wir mit diesem Zugang für dich umsetzen, steht unter Meta Ads. Zugänge für andere Plattformen findest du in der Übersicht.

Kampagnen auf Facebook und Instagram aufsetzen lassen?

Sag uns, welches Ziel im Vordergrund steht. Wir sagen dir, wie wir starten.

PROFICIO Germany benötigt die Kontaktdaten, die du uns zur Verfügung sellst, um dich bezüglich unserer Produkte und Dienstleistungen zu kontaktieren. Du kannst dich jederzeit von diesen Benachrichtigungen abmelden. Informationen zum Abbestellen sowie unsere Datenschutzpraktiken und unsere Verpflichtung zum Schutz deiner Privatsphäre findest du in unseren Datenschutzbestimmungen.

Häufige Fragen rund um den Business Manager

01

Brauche ich ein privates Facebook-Profil?

Ja, Meta verlangt es zur Anmeldung. Es bleibt von deiner Unternehmensseite getrennt und wird Besuchern nicht angezeigt. Ein Profil, das nur zu diesem Zweck frisch angelegt wurde, führt dagegen häufig zu Sperren.

02

Was ist der Unterschied zwischen Business Manager und Werbeanzeigenmanager?

Der Business Manager verwaltet Besitz und Rechte an Konten, Seiten und Pixeln. Der Werbeanzeigenmanager erstellt und steuert die Kampagnen darin. Rechte vergibst du nur im Business Manager.

03

Warum braucht eine Agentur volle Kontrolle und nicht nur Teilrechte?

Mit eingeschränkten Rechten lassen sich Kampagnen ansehen, aber weder Budgets ändern noch Pixel-Ereignisse korrigieren oder Zielgruppen anlegen. Jede Anpassung liefe über dich und kostete Tage. Die volle Kontrolle gilt immer nur für die einzelnen freigegebenen Elemente.

04

Wem gehören Kampagnen und Daten nach Ende der Zusammenarbeit?

Dir, sofern das Werbekonto in deinem Portfolio liegt. Historie, Zielgruppen, Pixel und Katalog bleiben beim Entfernen des Partners unverändert bestehen. Genau deshalb sollte kein Werbekonto im Portfolio einer Agentur angelegt werden.

05

Zeitzone oder Währung sind falsch, was nun?

Beides lässt sich nicht ändern. Bei einem frischen Konto ohne Daten legst du ein neues an. Läuft schon Historie darauf, wäge ab: Ein Wechsel kostet die Lernphase, ein falsches Berichtsfenster kostet dauerhaft Genauigkeit in der Auswertung.

06

Mein Werbekonto wurde gesperrt, was hilft?

Leg kein zweites Konto an, das verschärft die Sperre meist. Reich den Einspruch im Bereich Kontoqualität ein, prüf Zahlungsmethode, Verifizierung und Landingpage, und dokumentiere, was du geändert hast. Die meisten Sperren nach dem ersten Einspruch fallen innerhalb weniger Tage.

07

Wann brauche ich eine Unternehmensverifizierung?

Sobald du Conversion API, Produktkataloge oder höhere Budgets nutzt, außerdem bei Sonderkategorien wie Finanzen oder Gesundheit. Nötig sind Handelsregisterauszug und ein Nachweis mit Firmenanschrift, die Prüfung dauert meist wenige Werktage.

08

Kann ich mehrere Werbekonten und Marken in einem Portfolio führen?

Ja, und für mehrere Märkte oder Marken ist das der saubere Weg. Neue Portfolios starten mit einem Werbekonto, das Limit steigt mit den Ausgaben. Trenn nach Marke oder Markt, nicht nach Kampagnentyp, sonst zersplitterst du die Signale.