Buyer Persona

Ein verdichtetes Profil eines typischen Käufers, gebaut aus Daten und Gesprächen statt aus Vermutungen.

Definition

Eine Buyer Persona bündelt das, was du über eine wiederkehrende Käufergruppe weißt, zu einem einzelnen greifbaren Profil. Sie steht stellvertretend für viele echte Menschen, die ähnlich entscheiden.

Nützlich wird sie durch vier Bestandteile: die Aufgabe, die jemand erledigt bekommen will, der Auslöser, der die Suche startet, die Einwände, die den Kauf verhindern, und die Quellen, denen die Person vertraut. Bei B2B kommt die Frage dazu, wer mitentscheidet und wer am Ende unterschreibt.

Nicht dasselbe ist die Zielgruppe. Die beschreibt eine Menge über Merkmale wie Alter, Region oder Branche. Die Persona beschreibt Verhalten und Motivation, also warum jemand kauft und woran es scheitert.

Warum das für dich zählt

Der Ruf des Werkzeugs leidet unter den Steckbriefen, die man aus Workshops kennt: Stockfoto, Vorname, Lieblingskaffee, Hobbys. Daraus lässt sich keine Anzeige und kein Text ableiten.

Was sich ableiten lässt, ist der Einwand. Wenn du weißt, dass die Lieferzeit der häufigste Abbruchgrund ist, gehört sie in die Anzeige und nicht ins Kleingedruckte. Wenn die Freigabe im Einkauf hängt, brauchst du ein Dokument, das jemand intern weiterreichen kann, keine weitere Broschüre.

Und Personas altern. Nach einer Preisrunde, einem neuen Wettbewerber oder einem veränderten Markt stimmen die Annahmen von vor zwei Jahren nicht mehr.

Wie wir damit arbeiten

Wir bauen Personas aus dem, was messbar ist: Suchanfragen aus der Search Console, Fragen aus dem Vertrieb, Gründe für Stornierungen. Die Sprache der Anzeigen kommt aus den Formulierungen, die Menschen selbst benutzen, nicht aus dem internen Vokabular.

Die Suchseite liefert dabei mehr, als viele erwarten. Welche Fragen jemand vor dem Kauf stellt, steht in den Suchdaten, siehe Keywordanalyse und Suchintention.

Danach wird die Persona nicht zum Poster, sondern zur Grundlage für Kampagnen und Seiten entlang der Customer Journey. Was daraus an Anfragen entsteht, siehst du bei mehr Leads. Wir sagen dir dabei ehrlich, wenn die Datenlage für mehr als eine Persona nicht reicht.

Häufige Fragen

01

Wie viele Personas brauche ich?

Meist zwei bis drei. Wer fünf oder mehr pflegt, hat sie in der Regel nach Merkmalen aufgeteilt statt nach Kaufmotiv, und die Unterschiede wirken sich dann nirgends aus.

02

Woher kommen die Daten?

Aus Suchanfragen, aus Gesprächsnotizen des Vertriebs, aus Support-Tickets und aus kurzen Interviews mit Bestandskunden. Fünf ordentliche Gespräche bringen mehr als eine Umfrage ohne Rücklauf.

03

Wie oft sollte ich sie aktualisieren?

Einmal jährlich, und immer dann, wenn sich Preis, Produkt oder Wettbewerb spürbar ändert.

04

Was ist der Unterschied zur Zielgruppe?

Die Zielgruppe beschreibt, wen du erreichen willst. Die Persona beschreibt, warum diese Person kauft und was sie davon abhält. Für die Aussteuerung brauchst du beides.

05

Lohnt sich das auch im B2C?

Ja, dort meist mit kürzeren Profilen. Kaufauslöser und Einwand reichen oft schon, weil die Entscheidung selten über mehrere Beteiligte läuft.