Suchintention

Das eigentliche Ziel hinter einer Suchanfrage. Was jemand finden will, nicht welche Wörter er tippt.

Definition

Die Suchintention ist der Zweck hinter einer Anfrage. Dieselben Wörter können sehr Verschiedenes bedeuten: Wer „Laufschuhe“ eingibt, will vielleicht kaufen, vielleicht vergleichen, vielleicht wissen, welche zu seinem Fußtyp passen.

Üblich ist eine Einteilung in vier Typen. Informational: jemand sucht Wissen. Navigational: jemand sucht eine bestimmte Website. Kommerziell: jemand vergleicht vor einem Kauf. Transaktional: jemand will kaufen oder buchen.

Die verlässlichste Quelle für die Einordnung ist die Suchergebnisseite selbst. Was Google dort zeigt, ist das Ergebnis von sehr viel Nutzerverhalten. Stehen dort Ratgeber, ist die Anfrage informational, stehen dort Kategorieseiten, ist sie transaktional.

Intentionen sind nicht stabil. Sie verschieben sich mit Saison, Nachrichtenlage und Produktlebenszyklus.

Warum das für dich zählt

Die Intention entscheidet, welche Art von Seite überhaupt ranken kann. Wer mit einer Produktseite gegen zehn Ratgeber antritt, verliert unabhängig von der Qualität der Seite. Das Suchvolumen ist dann irrelevant, weil das Ergebnis nicht erreichbar ist.

Dasselbe gilt in bezahlten Kampagnen. Anzeigen auf informationale Anfragen bringen Klicks und selten Abschlüsse. Das ist nicht per se falsch, sollte aber eine bewusste Entscheidung sein und nicht als Kaufkampagne bewertet werden.

Der häufigste Fehler in Keyword-Listen ist die Sortierung nach Volumen ohne Blick auf die Intention. Der Begriff mit fünftausend Suchanfragen im Monat ist wertlos, wenn dahinter niemand kaufen will.

Wie wir damit arbeiten

Wir sehen uns die Suchergebnisseite an, bevor wir einen Begriff in einen Plan aufnehmen. Das ist unspektakulär und ersetzt jede Vermutung über die Absicht der Suchenden.

Danach ordnen wir jedem Begriff einen Seitentyp zu: Ratgeber, Kategorie, Produkt oder Vergleich. Erst diese Zuordnung macht aus einer Keyword-Liste einen Plan, siehe Keywordanalyse.

Wir sagen dabei auch, welche Begriffe wir nicht empfehlen, obwohl das Volumen verlockt. Verwandt sind Featured Snippet und Buyer Persona, das Ziel dahinter mehr Sichtbarkeit.

Häufige Fragen

01

Wie erkenne ich die Suchintention?

Indem du die Anfrage bei Google eingibst und dir ansiehst, welche Seitentypen auf den ersten Plätzen stehen. Das ist verlässlicher als jede Einteilung nach Signalwörtern.

02

Kann eine Anfrage mehrere Intentionen haben?

Ja, das ist häufig. Dann zeigt Google gemischte Ergebnisse. In solchen Fällen kann eine Seite gewinnen, die beide Bedürfnisse abdeckt.

03

Was bedeutet kommerzielle Intention?

Jemand steht vor einer Kaufentscheidung und vergleicht noch. Typisch sind Anfragen mit „Test“, „Vergleich“, „beste“ oder „Alternative“.

04

Ändert sich die Intention über die Zeit?

Ja. Neue Produkte starten informational und werden mit der Verbreitung transaktional. Saison und Nachrichtenlage verschieben ebenfalls.

05

Soll ich auf informationale Begriffe Anzeigen schalten?

Nur mit klarem Ziel, etwa zum Aufbau von Zielgruppen für spätere Ansprache. Als direkte Kaufkampagne bewertet enttäuschen solche Begriffe fast immer.