Google Lift Studies im Überblick: Funktionsweise, Formate und das neue Self-Service-Update
Spannendes Update in Google Ads: Conversion Lift Studies lassen sich jetzt endlich direkt im Account selbst aufsetzen, auch für Search und Performance Max. Bisher war dafür zwingend der Support oder ein direkter Google-Ansprechpartner nötig.
Warum das relevant ist? Standard-Reportings weisen zwar verlässlich Conversions aus, beantworten aber nie die entscheidende Frage: Wie viele dieser Abschlüsse wären ohnehin zustande gekommen? Genau diesen kausalen, inkrementellen Uplift macht die Studie sichtbar.
Ganz ohne Einstiegshürden geht es allerdings nicht. Erforderlich sind mindestens 1.000 beobachtete Conversions, ein Mindestbudget von 5.000 USD für den Testzeitraum sowie eine kompatible Conversion-Aktion. Wichtig: Der Self-Service steht aktuell exklusiv für Conversion Lift zur Verfügung, während Brand und Search Lift wie gewohnt abgewickelt werden. Zudem kann jede Kampagne immer nur in einer einzigen Lift-Studie aktiv sein.
Was sind Google Lift Studies eigentlich und wie funktionieren sie?
Das Grundprinzip aller Lift Studies basiert auf einem wissenschaftlichen A/B-Test mit Kontrollgruppe. Google teilt die relevante Nutzerschaft auf: Die Testgruppe bekommt die Werbemittel regulär ausgespielt, während eine Holdout-Gruppe die Anzeigen bewusst nicht sieht. Die Größe dieser Kontrollgruppe lässt sich beim Setup flexibel zwischen 1 und 50 Prozent einstellen. Die messbare Differenz im Nutzerverhalten beider Gruppen beziffert am Ende den tatsächlichen Lift.
Genau hier liegt die elementare Abgrenzung zur klassischen Attribution:
- Attributionsmodelle verteilen bereits erzielte Conversions rechnerisch über mathematische Regeln auf verschiedene Kampagnen und Touchpoints entlang der Customer Journey.
- Lift Studies weisen echte Kausalität nach. Sie belegen empirisch, ob eine Handlung ohne den Werbekontakt unterblieben wäre.