Google Lift Studies: Conversion Lift jetzt im Self-Service

Ads SEA
Oktober 29, 2026

Conversion Lift Studies richtest du in Google Ads jetzt selbst ein, auch für Search und Performance Max. Was Brand Lift, Search Lift und Conversion Lift messen und wann sich eine Studie für dich lohnt.

Navy Bildtafel mit dem Schriftzug Lift Studies, darunter die Zeile Google Ads Messung, unten ein Mint-Band mit fünf kleiner werdenden Trichterformen

Google Lift Studies im Überblick: Funktionsweise, Formate und das neue Self-Service-Update

Spannendes Update in Google Ads: Conversion Lift Studies lassen sich jetzt endlich direkt im Account selbst aufsetzen, auch für Search und Performance Max. Bisher war dafür zwingend der Support oder ein direkter Google-Ansprechpartner nötig.

Warum das relevant ist? Standard-Reportings weisen zwar verlässlich Conversions aus, beantworten aber nie die entscheidende Frage: Wie viele dieser Abschlüsse wären ohnehin zustande gekommen? Genau diesen kausalen, inkrementellen Uplift macht die Studie sichtbar.

Ganz ohne Einstiegshürden geht es allerdings nicht. Erforderlich sind mindestens 1.000 beobachtete Conversions, ein Mindestbudget von 5.000 USD für den Testzeitraum sowie eine kompatible Conversion-Aktion. Wichtig: Der Self-Service steht aktuell exklusiv für Conversion Lift zur Verfügung, während Brand und Search Lift wie gewohnt abgewickelt werden. Zudem kann jede Kampagne immer nur in einer einzigen Lift-Studie aktiv sein.

Was sind Google Lift Studies eigentlich und wie funktionieren sie?

Das Grundprinzip aller Lift Studies basiert auf einem wissenschaftlichen A/B-Test mit Kontrollgruppe. Google teilt die relevante Nutzerschaft auf: Die Testgruppe bekommt die Werbemittel regulär ausgespielt, während eine Holdout-Gruppe die Anzeigen bewusst nicht sieht. Die Größe dieser Kontrollgruppe lässt sich beim Setup flexibel zwischen 1 und 50 Prozent einstellen. Die messbare Differenz im Nutzerverhalten beider Gruppen beziffert am Ende den tatsächlichen Lift.

Genau hier liegt die elementare Abgrenzung zur klassischen Attribution:

  • Attributionsmodelle verteilen bereits erzielte Conversions rechnerisch über mathematische Regeln auf verschiedene Kampagnen und Touchpoints entlang der Customer Journey.
  • Lift Studies weisen echte Kausalität nach. Sie belegen empirisch, ob eine Handlung ohne den Werbekontakt unterblieben wäre.

 

„Fang mit der Kampagne an, in der am meisten Budget steckt und bei der du am wenigsten sicher bist, ob sie zusätzlichen Umsatz bringt. Plan den Test jetzt, damit das Ergebnis vor deiner nächsten Budgetrunde vorliegt. Ein Lift-Ergebnis, das erst nach der Entscheidung kommt, nützt dir nichts mehr.“
A young woman with blond hair, glasses and wearing a white t-shirt with a black blazer smiling directly at the camera. Annika Hinsenbrock Performance Marketing Manager bei Proficio

Die drei Lift-Formate im Vergleich: Was sie messen und für wen sie sich eignen

1. Brand Lift

Funktionsweise:

Brand Lift misst per In-Stream-Umfrage auf YouTube, wie Werbevideos die qualitative Wahrnehmung einer Marke formen. Zu den Kernmetriken gehören Anzeigenerinnerung, Markenbekanntheit, Markenassoziation, Kaufbereitschaft und Kaufabsicht. Die Resultate lassen sich detailliert nach soziodemografischen Merkmalen, Creatives und Kampagnen auswerten. Das Format ist technisch auf Video- und Demand-Gen-Kampagnen auf YouTube beschränkt; Search und Performance Max werden nicht unterstützt. In Deutschland liegt das geforderte Mindestbudget bei 10.000 USD.

Für wen es sich eignet:

Brand Lift ist ideal für Marken, die klare Branding-Ziele verfolgen und bei denen Interaktions- oder Klickraten keine ausreichende Aussagekraft über die tatsächliche Werbewirkung liefern.

2. Search Lift

Funktionsweise:

Search Lift analysiert, ob Nutzer nach dem Kontakt mit deinen Werbeanzeigen signifikant häufiger in der Google-Suche oder auf YouTube nach deiner Marke oder deinen Produkten recherchieren. Die Messung umfasst Video- und Demand-Gen-Kampagnen inklusive Shorts, Discover und Gmail. Budgetär gilt dasselbe Mindestvolumen wie bei Brand Lift (10.000 USD in Deutschland). Wer beide Studien parallel schaltet, muss das Budget nicht verdoppeln, da der Betrag gemeinsam angerechnet wird. Im Setup lassen sich bis zu fünf Keyword-Cluster hinterlegen.

Für wen es sich eignet:

Besonders relevant für Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten oder längeren Decision Journeys, bei denen die Zielgruppe vor dem Kauf aktiv recherchiert. Der Test liefert den klaren Beweis, ob Display- und Video-Impulse die organische Suchnachfrage ankurbeln.

3. Conversion Lift

Funktionsweise:

Conversion Lift beziffert die tatsächlich zusätzlich generierten Abschlüsse. Im Setup kann zwischen zwei Schwerpunkten gewählt werden: Der Fokus auf Conversions weist inkrementelle Aktionen und die entsprechenden Grenzkosten pro Aktion aus; der Fokus auf den Conversion-Wert ermittelt den inkrementellen ROAS. Für belastbare Entscheidungen empfiehlt sich eine Teststärke (Power) von mindestens 90 Prozent. Neu ist die breite Kampagnenunterstützung: Neben Display, Video, Demand Gen und App sind nun auch Search und Performance Max kompatibel. Voraussetzung bleibt ein lückenloses Conversion-Tracking mit korrekter Wertübergabe.

Für wen es sich eignet:

Optimal für Performance-Teams, die signifikante Budgets verwalten und den tatsächlichen Grenznutzen ihrer Kampagnen hinterfragen möchten. Typisches Szenario: Prüfen, ob hochbudgetierte PMax- oder Search-Kampagnen echten Mehrumsatz bringen oder vor allem ohnehin kaufbereite Nutzer abfangen.

Häufige Fragen (Q&A)

Für eine Conversion Lift Study liegt das Mindestbudget bei 5.000 USD über die Laufzeit des Tests. Bei Brand Lift und Search Lift verlangt Google in Deutschland jeweils 10.000 USD. Bei kombinierter Schaltung von Brand und Search Lift bleibt es bei 10.000 USD Gesamtsumme. Geobasierte Conversion-Lift-Verfahren erfordern in der Praxis in der Regel höhere Budgets als nutzerbasierte Tests.

Der Test sollte mehr als zwei Wochen aktiv sein. Ein siebentägiges Zeitfenster ist für valide Daten meist zu knapp bemessen: Insbesondere bei längeren Customer Journeys verzerrt der zeitliche Verzug (Conversion Lag) das Bild und kann den gemessenen Uplift um bis zu 17 Prozent nach unten drücken.

 

Für den Conversion Lift nicht mehr, da dieser für Formate wie Search und PMax als Self-Service bereitsteht. Ausnahmen betreffen lediglich Alpha- und Beta-Features sowie Accounts ohne Rollout-Freigabe. Für Search Lift ist der Kontakt zum Google-Team weiterhin obligatorisch.

Nein. Eine Kampagne kann zu jedem Zeitpunkt immer nur in einer einzigen Studie aktiv sein, unabhängig vom gewählten Format. Um eine Kampagne für eine andere Messung zu nutzen, muss sie zunächst aus dem laufenden Test entfernt werden.

Falls du Unterstützung bei der Auswahl oder beim Setup brauchst: In unserem kostenlosen Audit analysieren wir dein Konto und identifizieren die passenden Testkandidaten. 

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