Cookie-Banner

Die Abfrage, mit der eine Website die Einwilligung für Cookies und ähnliche Techniken einholt, bevor sie sie einsetzt.

Definition

Das Cookie-Banner ist die sichtbare Seite der Einwilligung. Dahinter steht meist eine Consent Management Platform, kurz CMP: Software, die die Entscheidung speichert, dokumentiert und an die eingebundenen Dienste weitergibt.

Rechtlich hängt es in Deutschland an § 25 TDDDG, dem Nachfolger des TTDSG. Der verlangt eine Einwilligung für jeden Zugriff auf Informationen im Endgerät, der nicht für den ausdrücklich gewünschten Dienst unbedingt erforderlich ist. Das betrifft nicht nur Cookies, sondern auch Local Storage und ähnliche Techniken.

Aus der Praxis der Aufsichtsbehörden ergeben sich klare Anforderungen: Ablehnen muss auf derselben Ebene und mit gleicher Sichtbarkeit möglich sein wie Zustimmen. Nichts darf vorangekreuzt sein. Der Widerruf muss jederzeit und so einfach wie die Erteilung funktionieren. Und ohne Entscheidung darf nichts Zustimmungspflichtiges laufen.

Der TCF-Rahmen des IAB standardisiert die Weitergabe an Werbepartner. Er ist im Werbeumfeld verbreitet und für einfache Websites nicht nötig.

Warum das für dich zählt

Das Banner ist der Hauptschalter für deine gesamte Datenlage. Wie viele Menschen zustimmen, entscheidet darüber, wie viel du überhaupt messen kannst, und damit über die Qualität jeder Optimierung dahinter.

Verlockend ist deshalb der Weg über Gestaltung: Ablehnen klein, grau, im Untermenü. Das erhöht die Zustimmungsquote und erhöht gleichzeitig das Risiko, denn genau diese Muster stehen im Fokus der Aufsicht und der Abmahnvereine.

Der zweite Punkt ist die Technik hinter dem Banner. Viele Setups sehen korrekt aus und feuern trotzdem Tags, bevor jemand geklickt hat, weil ein Skript direkt im Template hängt und die CMP gar nicht fragt. Das Banner ist dann Dekoration.

Wie wir damit arbeiten

Wir prüfen nicht die Einstellungen der CMP, sondern den Netzwerkverkehr. Seite im privaten Fenster öffnen, ablehnen, und nachsehen, was der Browser trotzdem sendet. Was dort auftaucht, ist die Wahrheit, unabhängig davon, was das Tool anzeigt.

Die Weitergabe an die Google-Dienste läuft über Consent Mode v2, die Steuerung der Tags über den Google Tag Manager. Beides gehört zusammen konfiguriert, sonst hängt die Einwilligung in der Luft.

Über die Gestaltung entscheidest du, nicht wir. Wir sagen dir, welche Variante welches Risiko trägt und was sie an Datenverlust kostet, in Klartext statt in Fachjargon. Was daraus für deine Auswertung folgt, bauen wir in Google Analytics ab.

Häufige Fragen

01

Brauche ich überhaupt ein Cookie-Banner?

Nur wenn du Dienste einsetzt, die nicht unbedingt erforderlich sind, also Analyse, Werbung, eingebettete Videos oder Karten. Eine Website mit reiner Funktionalität und ohne solche Dienste kommt ohne aus.

02

Muss Ablehnen genauso sichtbar sein wie Zustimmen?

Ja. Beide Optionen gehören auf die erste Ebene, in vergleichbarer Größe und Deutlichkeit. Ein Ablehnen, das erst über die Einstellungen erreichbar ist, gilt als unzulässig.

03

Was ist eine CMP?

Die Software hinter dem Banner. Sie holt die Einwilligung ein, speichert sie nachweisbar, gibt sie an die Dienste weiter und ermöglicht den Widerruf.

04

Was ist eine gute Zustimmungsquote?

In Deutschland liegen sechzig bis achtzig Prozent im üblichen Rahmen, je nach Zielgruppe und Gestaltung. Ein Wert nahe hundert Prozent ist meist kein Erfolg, sondern ein Hinweis darauf, dass Ablehnen zu schwer gemacht wurde.

05

Was passiert mit meinen Daten, wenn jemand ablehnt?

Ohne Einwilligung darfst du nicht individuell messen. Über Consent Mode lassen sich anonyme Signale senden, aus denen Google Abschlüsse schätzt. Das ist eine Näherung und ersetzt keine Messung.